FR 21.11.
20:00 Vernissge
Konzulat, Leipziger Str 60

Dieses ganze Jahrhundert, das nun begangen und „gefeiert“ wird und das die höchste offizielle Anzahl von Toten hinterließ, welche jedes kommende nur schwer erreichen konnte, sodass leider auch der Wert des Opfers gänzlich devalvierte, stellte uns vor neue Formen des Kampfes um die Frage von Helden und Antihelden und führte zum absoluten Triumph von Einzelinteressen. Vom historischen Standpunkt aus ist dieses Jahrhundert nun Gegenstand der Hinterfragung, es gehört größtenteils der Erinnerung an, die widerum sehr mit dem „Hier“ und „Später“in Verbindung steht, da Leben und Tod gleichermaßen zur Zukunft unserer Existenz gehören. Gehen wir von der These aus, dass die Geschichte in Wahrheit die zeitgenössische „Historie“ ist, d.i. gelebte Geschichte (B. Croce), klärt der Bedarf, wieder und weider auf die Vergangenheit zurückzukommen und Identität zu hinterfragen, auch die Pinzipien auf, aufgrund von welchen wir nun handeln oder nicht. Voraus besteht diese Identität und auf was ist sie gebaut? Ist es illusorisch zu glauben, es gäbe eine Identitätspolitik, die nicht nationalistisch wäre? Welche „Elementarteilchen“ werden im Prozess ihrer Bildung ausgelöscht? Ist es möglich, dass sich in ihrer Bildung eine Menge vemehrt, die auch andere gesellschaftliche und politische Werte stärkt, wie etwa Freiheit, Menschenrechte, Solidarität, Gemeininteressen? Der Weg nach Europa ist der Kampf um ein anderes Europa. Die fehlende Menge wird von Künstlern erkannt.

Der Weg Nach Europa hat es zum Ziel, aus der Perspektive zeitgenössischer Künstler die Prinzipien zu hinterfragen, aufgrund von welchen wir handeln oder nicht, aufgrund von welchen sich in den vergangenen hundert Jahren unsere persönliche und/oder kollektive Identität entwickelt hat. Die Umsetzung des Projekts ist als eine Reihe von Ausstellungen zeitgenössischer Kunst (flexibel in Anpassung an den jeweiligen Raum und Kontext) und diskursiven Programmen geplant, welche im anschließend zu veröffentlichendem Lexikon Mit Prinzip oder ohne festzuhalten sind. Bislang umgesetzt wurden die Ausstellungen Mit Helden und Zeugen (Sa herojima i svedocima) in der Galerie „Likovni susreti“ in Subotica, Friede, Freude... (Mir, mir, mir...) in der Galerie „Kolegijum Artistikum“ in Sarajewo, Ich will vom Krieg sprechen (Hoću da govorim o ratu) in der Galerie „Klovićevi dvori“ in Zagreb sowie die Videopräsentation Vom Leben zum Tod zum Leben (Od života do smrti do života) im Zentrum für zeitgenössische Kunst RU Unlimited in New York. Jeder neue Ausstellungsort ist ein neuer Beitrag, ein weiterer Schritt in der Vielschichtigkeit der Verbindungen, persönlichen Geschichten, Reflexion über Prinzipien, Identität, über die eigene Stellung, ohne eine Antwort auf diese Fragen zu beanspruchen sondern mit dem Ziel, sich besser kennen zu lernen.

Die Ausstellung in Berlin wird vom Kulturzentrum Belgrad in Zusammenarbeit mit Serbinale und mit der Unterstützung von der Stadt Belgrad und dem Ministerium für Kultur und Information von der Republik Serbien organisiert.

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22:00 DJ: Siniša Mitrović

Konzert
Konzulat, Leipziger Str 60
24:00 Sixth June
Konzert
Konzulat, Leipziger Str 60

www.sixthjunemusic.com/

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SA 22.11.
PODIUMSDISKUSSION
19:00Mit Prinzip oder ohne:
Uroš Đurić, Aleksandar Jestrović, Vladimir Miladinović, Andrea Palašti, Marko Tirnanić, Dragana Žarevac Moderator: Serbinale
Konzulat, Leipziger Str 60
SA 06.12.
PODIUMSDISKUSSION
21:00Museum als der Ort ständiger Konferenz
Natašom Tepavčević
Konzulat, Leipziger Str 60
23:00Party
Charlie Smooth: Get Deep, Berlin
Jenne Grabowski: JB. Magazine, Berlin
Konzulat, Leipziger Str 60

www.justbreathe.de/
soundcloud.com/charlie-smooth

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